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systeme:samba:datenschutz

Datenschutz · Wer sieht die Akten?

Stand: 2026-11-05 · Zur Übersicht

Verschlüsselung schützt den ruhenden Dateibestand und das Borg-Archiv. Im laufenden Betrieb verarbeitet Samba Klartext. Im normalen Samba-Betrieb gibt es außerhalb des Containers keinen dauerhaften Klartext-Mount. Nur der getrennte Backup-Lauf öffnet vorübergehend eine schreibgeschützte Klartextansicht auf dem Host. Die folgende Tabelle trennt Speicherort, Zeitpunkt und Zugriff. Sie beschreibt den verifizierten OMNISRV-Stand, keine absolute Sicherheitsgarantie.

Ebene Form und Zeitpunkt Zugriff und Kontrolle Ende des Klartextzugriffs
Ruhender Btrfs-Datenträger gocryptfs-Cipherdir: Dateiinhalte und Namen verschlüsselt; Struktur, Größen, Zeiten und andere Metadaten können sichtbar oder ableitbar sein. Zugriff auf Cipherdir und Schlüssel wird durch Hostrechte und geschützte Secret-Ablage begrenzt. Privilegierte Hostprozesse bleiben eine Grenze. Dort liegt kein regulärer Klartext.
Laufender Samba-Betrieb Samba sieht die Dateien über einen gocryptfs-Mount innerhalb seines Containers entschlüsselt. Auf dem Host bleibt der dauerhafte Btrfs-Bestand verschlüsselt; ein dauerhafter Host-Klartext-Mount ist nicht aktiv. Samba verarbeitet Inhalte. Anmeldung, Freigaberechte, POSIX-Gruppen und ACLs begrenzen normale Benutzer. Host-root mit Schlüssel- und Docker-Zugriff bleibt eine Sicherheitsgrenze. Beim Containerstopp endet dessen interne Mount-Ansicht. Ein kontrollierter Stopp und Neustart sowie ein gezielter Samba-Prozessabbruch wurden am 5. November geprüft; ein kompletter Hostreboot bleibt offen.
Stündliche Sicherung Btrfs-Snapshot des Cipherdir ist schreibgeschützt. Ein zweiter gocryptfs-Mount zeigt ihn dem Backup-Prozess vorübergehend im Klartext. Backup-Prozess mit nötigen Rechten liest Inhalte und Metadaten. Der temporäre Mount ist auf diesen Prozess begrenzt; Fehlerpfade sollen ihn ebenfalls entfernen. Nach Backup-Lauf: Mount aushängen, Snapshot entfernen. Automatische Folgeläufe zeigten keinen Restmount.
Übertragung und Repository Borg verschlüsselt die Archivnutzdaten clientseitig; deduplizierte Daten liegen im entfernten Repository verschlüsselt. Der aktuelle Transportweg ist SSH. Borg-Schlüssel und Repository-Zugang sind getrennt zu schützen. SSH schützt zusätzlich den Transportkanal; Borgs Archivverschlüsselung hängt nicht von diesem Zusatzschutz ab. Klartext existiert nur am Backup-Client während des Lesens, nicht als reguläre Repository-Datei.
Wiederherstellung Autorisierter Restore entschlüsselt benötigte Archivdaten in einem gesonderten Ziel. Zielordner und Prozessrechte begrenzen den Zugriff. Nach dem Restore gelten Eigentümer, Modus und ACLs zu prüfen. Temporäres Restore-Ziel nach Prüfung kontrolliert entfernen; dauerhafte Wiederherstellung bleibt bewusst verfügbar.

Schutzgrenzen

Dateiverschlüsselung ersetzt weder Samba-Rechte noch Hostschutz. Der temporäre Backup-Mount, Host-root mit Schlüssel- und Docker-Zugriff, Schlüsselverlust, sichtbare Metadaten und ungeschützte Restore-Ziele bleiben reale Risiken. Die Schlüssel selbst gehören nicht in Wiki, Git oder Protokolle.

Die Container-Mounts, das Fehlen des dauerhaften Host-Mounts, ein kontrollierter Dienststopp und -start sowie ein gezielter Samba-Prozessabbruch wurden beim produktiven Umbau am 5. November 2026 geprüft. Ein vollständiger OMNISRV-Neustart ist noch nicht empirisch abgenommen.

Quellen: OMNISRV-SAMBA-CONTAINER-FUSE-001-Abschlussbericht vom 5. November 2026; Betriebs- und Recovery-Nachweise; gocryptfs 2.5.1; Borg 1.4, Verschlüsselungsmodi.

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